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Ein Brief an den Papst Benedikt XVI.

2. Juli 2008

Seine Eminenz
Papst der katholischen Kirche
Benedikt XVI.
Vatikan

 

Eminenz!

Beigelegt schicke Ich mein Werk „Die Sieben Erzengel. Rhythmen der Inspiration in der Natur- und Kulturgeschichte“ als Geschenk. Es handelt sich nicht nur um eine formale Höflichkeit, die mit einem Danksagungsbrief des päpstlichen Nunzius enden soll. Sondern um eine wissenschaftliche Entdeckung, mit der sich die Kirche und das Gedankenleben der Gegenwart notwendigerweise auseinandersetzen muss.

Zwanzig Jahre lang untersuche ich die Wellen und Muster der Kreativität in der Kulturgeschichte der Menschheit mit mathematisch-statistischen Mitteln. Ich entdeckte, daßPropheten, Denker, Künstler, Wissenschaftler, Könige dieselbe oder ähnliche Eingebungen gleichzeitig und unabhängig voneinander in der ganzen Welt vernommen haben. Dies geschieht so oft und systematisch in der Weltgeschichte, dass es die grenzen eines denkbaren Zufalls weit überschreitet. Mehr noch, ähnliche Inspirationen kehren in einer regelmäßigen Zeitordnung immer wieder zurück. Die Zeit und Inhalt dieser Inspirationen wurden von der mittelalterlichen Engellehre vorausgesagt. Es gab eine uralte Überlieferung, die noch zur Zeit der Scholastik ernstgenommen wurde, über die sieben Erzengel, die sich als Zeitgeister zyklisch ablösen und die Welt inspirieren. Meine Arbeit bezeugt, dass dies nicht bloß eine metaphysische Spekulation gewesen ist, aber wirklichen Tatsachen entspricht.

Dies ist jetzt gewiss bis dahin, dass es die Kritik von dutzenden Kollegen aus vielen Fachzweigen bestanden hat: die Quelle großer Kulturstiftenden Taten liegt in der Inspiration, in wahrer Eingebung, die keineswegs der Tätigkeit der Gehirnrinde eines einzelnen Menschen entstammen kann. Kreativität erscheint als Zusammenarbeit des Menschen mit den Engeln (wobei die materialistische Psychologie den Ursprung der Kreativität überhaupt nicht fassen kann).

Es gibt keine Behauptung in meinem Buch, die einer willkürlichen Phantasie im Stile der populären Esoterik des New Age entstammen würde. Alles darin enthalten ist

1. entweder eine empirische Tatsache, bekannt aus der Geschichte, Archäologie, Soziologie, Anthropologie, Psychologie usw.

2.  oder ist in der christlichen/kirchlichen Tradition enthalten.

Methode meiner Arbeit ist Sophiologie – ein Bemühen um Synthese von empirischer Wissenschaft, wahrer Offenbarung und des kosequenten philosophischen Denkens.

In der Slowakei hat dieses Buch einen lebendigen Dialog angeregt zwischen Wissenschaftlern und Gläubigen, zwischen verschiedenen Gedankenrichtungen, die sonnst keine gemeinsame Grundlage gehabt hätten miteinander zu sprechen. Was die theologische Fakultät der Komensky-Universität in Bratislava betrifft, sind mehrere von uns davon überzeugt, dass es Zusammenarbeit und Opponentur aus dem Ausland gebraucht, wo es mehr Mut und Kompetenz gibt grundlegend neue Gedanken zu beurteilen.

Herzlich,                            

Dr. Emil Páleš

 

„Man kann nicht genug lobpreisen diese sieben Verwalter der Welt, dargestellt von den sieben Planeten. Es ist Trost und ein gutes Zeichen, daß in diesem Jahrhundert, aus der Gnade Gottes, der Kult von diesen sieben flammenden Lichtern, von diesen sieben Sternen, in der christlichen Gemeinschaft seinen Glanz wiedergewonnen hat.

Pius V., in der Bulle an den spanischen Klerus